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Do, 17. September 2008 (1. Tag)
Unsere Reise starteten wir beide von Stuttgart aus mit dem TGV nach Paris. Schon im Zug haben wir Markus getroffen, einen weiteren Reiseteilnehmer aus dem Schwabenländle, und uns so gleich besser kennen lernen können. Nach dem gemeinsamen „Zeittotschlagen“ am Pariser Flughafen, dies auch noch mit den zwei Österreichern Klaus und Heidrun, die am Morgen aus Wien angeflogen waren, hoben wir dann endlich gemeinsam mit dem Flieger mit Ziel Madagaskar ab. Alle waren wir sehr gespannt, was uns dort in den nächsten 20 Tagen erwarten würde.
Pünktlich um 5 Uhr morgens landeten wir am Flughafen Ivato in Antananarivo. Nach dem Visa- und Passprozedere wurden wir von Thorsten und Patrick, seinem Freund und „Chef-Tourguide“, empfangen. Die Stimmung war von Anfang an super und sehr entspannt. Wir fuhren erstmal in unsere Pension „Au Mirandav“, die nahe dem Flughafen liegt und eine schöne Gartenanlage mit Terrasse hat. Dort frühstückten wir in der Sonne nochmals (das Frühstück im Flugzeug gab es um 4 Uhr), unterhielten uns und warteten, bis der Rest der Gruppe, der schon seit 1-2 Wochen auf Madagaskar war, endlich wach wurde: Martin, Katja und Bepp.
Die „Neueingetroffenen“ durften dann noch etwas Schlaf nachholen, um wenigstens am Nachmittag fit zu sein. Nach dem sehr erholsamen Nickerchen und einer Dusche ging es dann nochmals an den Flughafen, um die Inlandsflüge zu kaufen. Nachdem dies mit viel „mora mora“ endlich geklappt hatte, fuhren wir gemeinsam auf die Croc-Farm, eine um eine Art madagassischen Mini-Zoo erweiterte Krokodilzuchtfarm. Die Croc-Farm war zum Fotografieren (-üben) allerdings gut geeignet und so recht interessant als Start unserer kommenden Fotoreise. Ausserdem gab es im zugehörigen Restaurant köstliche Gerichte mit Krokodilfleisch, welche sogar auch die einzige Vegetarierin Esther probierte und für „gut“ befand.
Später gingen wir alle gemeinsam noch Essen in eine Pizzeria. Die Stimmung war ziemlich lustig mit viel Bier und diversen „rhum arrangé“, beendet wurde der erste Abend mit einem Abschlussbier auf der Terrasse der Pension mit vielen unterhaltsamen Geschichten von Thorsten…
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Kompletter Bericht mit vielen Fotos kann gelesen werden unter: http://www.geo-reisecommunity.de/reisebericht/141720/1/Madagaskar-Kenne-ich-ich-nur-aus-dem-Kino
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Fr, 18. September 2008 (2. Tag)
Relativ gut ausgeschlafen gab es um etwa 8 Uhr Frühstück: Kaffee, Baguette und Marmelade – wie in Frankreich, nur dass das Baguette eher Gummi als Brot war, aber man kann ja nicht das selbe erwarten wie bei uns zuhause. Gegen 9 Uhr ging es dann mit vier Jeeps auf die 1. Etappe. Wir fuhren erst einmal quer durch die 2-Millionen-Einwohner-Stadt Antananarivo oder kurz „Tana“, das ist einfacher und auch besser auszusprechen. Auf einem ersten Fotostop teilte uns Thorsten mit, dass wir nun doch noch den rova (ehem. Königspalast der Merina) besichtigen könnten, da er sowieso auf dem Weg liege. Das machten wir dann auch, mit ausführlicher Führung. Der Teil der Gruppe, welcher ihn aus einer früheren Reise schon kannte, vertrieb sich die Zeit während dessen in einem kleinen gemütlichen Restaurant/Bar am Dorfeingang. Dort kehrten wir nach der Tour auch ein, auf ein Bier (normales THB oder ein THB „Fresh“ = fast alkoholfreies Radler) und Mittagessen, soweit man überhaupt Hunger hatte. Esther und ich genossen nur ein paar feine Kokoskekse.
Nach dem rova sollte es endlich weiter zur neuen Destination gehen. Unser Fahrer Mika erklärte uns auch wohin: Anjozorobe, ca. 90 km nordöstlich von Tana in den “Highlands”. Die Fahrt war immer mal wieder von Fotostops an sehenswerten Stellen unterbrochen und an einem dieser merkte Heidrun, dass sie die Videokamera im Restaurant vor dem rova hatte liegen lassen. Also fuhr dieser Jeep nochmals zurück, der Rest derweil weiter Richtung Tagesziel. Dort angekommen, auf einer Buckelpiste etwas hinter Anjozorobe, befand sich unser Hotel Le Castel. Gegen 16 Uhr durften die ersten drei Teilnehmer den Theorieteil des Fotoworkshops bei Beppo machen. Da Esther und ich erst in der zweiten Gruppe waren, beschlossen wir einen lockeren Abendspaziergang zu unternehmen. Das machten wir dann zusammen mit Karin, die früh an diesem Morgen noch nachgekommen war (mit einem anderen Flug von Paris mit CorsAir). Nach dieser kleinen “Foto-Tour” und einem Zwischenstop im lokalen Mini-Supermarkt zum Kekse kaufen, waren wir dran mit Workshop. Dieser erstreckte sich bis zum Abendessen. Für alle Fremden bzw. Weissen, also die „vazahas“, gab es erst eine chinesische Suppe, dann „brochette omby“, das ist ein gegrillter Zebu-Spiess. Esther bekam Nudeln mit Gemüse und einem Pommes-Kartoffeln-Zwischending. Zum Nachtisch nahmen einige noch flambierte Banane, die allerdings wenig Anklang fand, da sie recht bitter bzw. pelzig war. Aber vom Geschmack her war sie eigentlich okay. Trotzdem konnte sie niemanden wirklich überzeugen. Nach dem Essen gingen alle früh in ihre Zimmer, da um 22 Uhr die „electricité“ ausgehen sollte. Für den nächsten Morgen hiess es um 7 Uhr Frühstück, um 8 Uhr los auf Tour – den Black Indri suchen! Das war nämlich das Thema und der Titel dieser Reise: „Auf der Suche nach dem schwarzen Indri“.
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Kompletter Bericht mit vielen Fotos kann gelesen werden unter: http://www.geo-reisecommunity.de/reisebericht/141720/1/Madagaskar-Kenne-ich-ich-nur-aus-dem-Kino
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Sa, 20. September 2008 (3. Tag)
Pünktlich nach dem Frühstück ging es los zum Naturpark bei Anjozorobe, bis dorthin ca. 1 Stunde Fahrt über Buckelpisten. Am Park empfiengen uns zwei sympathische Führer. Der Marsch in den trockenen Urwald war sehr anstrengend. Naja als "Bürohocker" das Jahr über ist man eben nicht trainiert. Wir sahen unsere ersten Chamäleons und Esther, fast als einzige, sogar den Indri - jedoch keinen ganz schwarzen - in den Baumwipfeln. Nach einer langen Vormittagstour assen wir in der Mananara Lodge am Parkeingang zu Mittag. Die Lodge wird geführt von einer Deutschen, was sich leider auch in den Preisen zeigte, die für Madagaskar ziemlich hoch waren. Nachmittags ging einjeder in der Umgebung der Lodge seinen Vorlieben nach: die einen tranken Bier und relaxten, andere fotografierten Chamäleons als Workshop-Übungen oder vertrieben sich sonst wie die Zeit.
ls endlich die Dämmerung hereinbrach, ging es los auf unsere erste Nachtwanderung. Das war extrem spannend – die Stimmung nachts im Urwald ist gigantisch. Die Laute, das Rauschen der Wipfel, die unter den Bäumen gespeicherte Wärme sind ein tolles Erlebnis. Die Tour verging wie im Fluge, da wir zahlreiche Chamäleons und Artverwandte zum Fotografieren fanden, so dass wir fast aus dem Wald getrieben werden mussten. Um etwa 20 Uhr ging es „buckelig“ über die lange Piste zurück ins Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche (wenn Wasser lief) gab es noch Abendessen, dazu etwas Radler und um 22 Uhr ging es ab ins Bett: am nächsten Morgen sollte es schon um 6 Uhr losgehen, da die Indris früh am Morgen aktiver und damit besser zu finden seien.
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Kompletter Bericht mit vielen Fotos kann gelesen werden unter: http://www.geo-reisecommunity.de/reisebericht/141720/1/Madagaskar-Kenne-ich-ich-nur-aus-dem-Kino
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So, 21. September 2008 (4. Tag)
Aufstehen um 5.30 Uhr, Abfahrt um 6 Uhr – ohne Frühstück, machte aber nichts, waren eh alle gespannt auf die kommende Tour. Bei der Mananara Lodge ging es direkt los auf Exkursion. Der Führer legte einen Affenzahn vor. Eine Stunde spurteten wir in den Wald hinein, ohne Pause. Während wir dann an einer Wegkreuzung warteten, gingen die Führer die Indris “spotten”. Als sie zurückkamen, ging es wie die Jäger im Eilschritt querfeldein weiter. Esther und ich waren glücklicherweise ganz vorne bei einem der Führer und sahen die Indris recht gut, allerdings waren sie viel zu schnell wieder weitergesprungen, als dass man sie passabel hätte fotografieren können.
Wir wanderten nach dieser Sichtung noch Stunden weiter und erreichten die Lodge gegen Mittag. Eine 5-stündige Morgentour ohne Frühstück und in gutem Tempo geht an die Substanz für uns Bürosportler. In der Lodge gab es lunch, wobei Esther und Thorsten ihres in der Früh abbestellt hatten. Esther hatte sich nämlich schon am Vortag darüber aufgeregt, dass die (deutsche) Besitzerin für das vegetarische Essen (pampige Nudeln mit Gemüse, das man darin suchen musste) den gleichen hohen Preis (für madagassische Verhältnisse) verlangte wie für das normale. Nach dem Essen gab es dazu noch Querelen mit der Wirtin: die Fahrer durften 1. nicht mit uns im Resti essen (was eigentlich normal ist zumindest für Thorsten, da seine Fahrer auch seine Freunde sind und nicht irgendwelche "Mitarbeiter") und bekamen 2. nur die Reste der Hühnchen, die wir gegessen hatten, als Mittagessen. Verständlicherweise weigerten sie sich zu bezahlen, da Fahrer normalerweise nie Ihr Essen bezahlen müssen. Dann wollte die Wirtin auch noch ein Essen mehr abrechnen, das ja Thorsten auch schon am Morgen abbestellt und daher natürlich auch nicht bekommen hatte. Es sei anscheinend aus der Küche raus gegangen und gegessen worden. Grrr…. Nun gut, nächstes Mal gibt es ein privates Picknick ausserhalb des Lodge-Areals mit dem ganzen Team, direkt an der Grenze dazu ;-) Schmeckt bestimmt genauso gut und unsere Fahrer dürfen dann auch bei uns am Tisch sitzen und bekommen keinen Müll aufgetischt. Denn wir haben uns nach nur so kurzer Zeit bereits super mit Ihnen verstanden. Die Rückfahrt über die Buckelpistenstrecke verlief erst sehr ruhig, weil sich jeder innerlich noch aufregte. Irgendwann gab es dann aber einen Halt und eine coole Fotosession. Karin und Heidi stiegen auf das Dach eines der Jeeps, die anderen fotografierten und filmten die Aktion.
Zurück im Le Castel durften wir erstmal duschen, insofern Wasser kam - bei uns zum Glück ja, bei anderen nicht - und ruhten uns etwas aus. Danach machten wir einen kurzen Vorabendspaziergang zur „brick fabric“; hier werden Ziegelsteine im Delta beim Fluss Mananara hergestellt und gebrannt. Abends gab es dann gegrillte und sehr leckere Tilapias, als plötzlich ein tropisches Gewitter einsetzte. Es regnete in Strömen und blitzte wie wild. Also mussten die Müdesten gezwungenermassen auch noch etwas warten, bis der stärkste Regen vorüber war und sie vom Restaurant ins Hotel (es waren zwei separate Gebäude) gehen konnten, ohne dabei pitschnass zu werden. Um 21 Uhr gingen wir endlich todmüde und völlig ausgepowert ins Bett. So fertig waren wir schon lange nicht mehr!
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Kompletter Bericht mit vielen Fotos kann gelesen werden unter: http://www.geo-reisecommunity.de/reisebericht/141720/1/Madagaskar-Kenne-ich-ich-nur-aus-dem-Kino
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